Koriander

Coriandrum sativum L.

Die Pflanze:

Koriander ist ein ein- bis zweijähriger anspruchsloser Doldenblütler, wird ungefähr 30-60 cm hoch und hat unten fächerförmige, oben gefiederte Blätter. Die weißen oder blaßrötlichen Blüten bringen kugelig runde, gelbbraune bis gelbrötliche, gerippte Teilfrüchte zur Reife, die nicht, wie sonst bei den Doldengewächsen üblich, in zwei Teilfrüchte zerfallen. Koriandersaat hat einen Durchmesser von 1,5-3,0 mm.


Heimat und Verbreitung:

Vermutlich stammt der Koriander aus dem östlichen Mittelmeergebiet. Heute ist Koriander überall in den Mittelmeerländern vertreten. Weitere bedeutende Anbaugebiete sind in den Niederlanden, in Deutschland (Thüringen, Württemberg, Franken), Ungarn, Rumänien, Russland, in Indien sowie in Ostasien und ganz Amerika zu finden.

Anbau und Gewinnung:

Koriandersaat erntet man auf dem Feld und im Garten sofort nach der Reife. Die Samen werden anschließend getrocknet und kommen ganz oder gemahlen auf den Markt.

Das Gewürz und seine Verwendung:

Frische Koriandersamen riechen unangenehm streng nach Wanzen (was der Pflanze auch den Namen Wanzendill eingetragen hat), duften getrocknet aber würzig aromatisch und schmecken mildwürzig und etwas brennend. Bei uns ist Koriander Hauptbestandteil vieler Brot- und Wurstgewürzmischungen. Im Haushalt wird er zum Würzen von Lebkuchengebäck und Printen sowie für manche Soßen und Kohlgerichte gebraucht. Auch ist er für die Herstellung verschiedener Kräuterliköre unentbehrlich. In einigen Ländern werden neben den Koriandersamen auch die Blätter zum Würzen verwendet und sind zum Beispiel in Indien in manchen Curry-Pulvern enthalten.

Geschichtliches:

Koriander ist mit Sicherheit eines der ältesten Gewürze, das die Menschheit kennt. Das beweisen nicht nur uralte Sanskritschriften und Bibeltexte. Koriandersamen fand man auch bei Ausgrabungen neolithischer Kulturen. In Indien und in China wird Koriander bis auf den heutigen Tag in der Medizin vielfältig eingesetzt.