Dill

Anethum graveolens L.

Die Pflanze:

Der einjährige, nicht sehr anspruchsvolle Doldenblütler wird über 100 cm hoch. Sein feingerillter und hohler Stengel ist bläulich bereift und trägt drei- bis vierfach fiederschnittige dünne Laubblätter Die oberen Blätter sind weniger reich gegliedert als die unteren und enden in sehr dünne, fädige Blattzipfel. Aus der gelben Blütendolde des Dills entwickeln sich eiförmige Früchtchen, die in zwei Teilfrüchte zerfallen.


Heimat und Verbreitung:

Der Dill, dessen Heimat im Orient liegt, (vermutlich kommt er aus Persien, dem Kaukasus und Indien) ist heute überall in Europa heimisch und hat sich außer in Nord-, Mittel- und Südamerika auch in Süd- und Ostafrika verbreitet.

Anbau und Gewinnung:

In jedem Kräutergarten wird Dill für den überwiegend häuslichen Bedarf gezogen und steht so für den täglichen Bedarf fast das ganze Sommerhalbjahr zur Verfügung. Wird er feldmäßig angebaut, wartet man mit der Ernte bis kurz vor oder während der Blütezeit, um die zu dieser Zeit stärkste Würzkraft auszunutzen. Dann wird das ganze Kraut geschnitten. Eine spätere Ernte zur Vollreifezeit bevorzugt man, wenn man Dillsaat gewinnen will.

Das Gewürz und seine Verwendung:

Der Duft und der Geschmack des würzigen Krautes ist angenehm aromatisch und besonders charakteristisch. In der Küche dient das frische junge Kraut, die Dillsaat, oder auch die ganze Pflanze als Gewürz für Suppen, Soßen, Salate, Fischgerichte, Krebse und zum Einmachen von Gurken. Dill kommt auch getrocknet in den Handel; als "Dillspitzen" aus feingehackten, getrockneten jungen Trieben und Blättern oder als "Dillkraut" aus den dunkelgrünen, ausgewachsenen Pflanzen mit geringem Anteil Blattscheiden jungen Dills.

Geschichtliches:

Dill ist seit vorgeschichtlicher Zeit bekannt. Die Ägypter schätzten ihn ebenso wie die Griechen und Römer. Er galt seit altersher neben seiner Verwendung als Würze auch als vielseitig nutzbare Heilpflanze.