Cillis, Cayenne-Pfeffer

Capsicum frutescrns L.

Die Pflanze:

Der enge Verwandte des Gewürz- und des Gemüsepaprikas aus der Familie der Nachtschattengewächse ist eine ausdauernde, strauchige Pflanze, die in mehreren Unterarten kultiviert wird und eine Höhe von 1,5-1,8 m erreicht.  Die Zweige sind reich belaubt. Aus den Blattachseln sprießen zu zweit oder mehreren kleine, grünlichweiße Blüten, aus denen sich je nach Zuchtform die stumpfkegelförmigen oder kirschförmigen Früchte, die Chillies, entwickeln. Die ersteren sind 1,5-3,0 cm lang und 0,6-0,8 cm breit; die letzteren haben einen Durchmesser von etwa 2,0-2,5 cm. Die Früchte sind anfänglich grün, zur Reife jedoch glatt und glänzend orangerot bis dunkelrot.


Heimat und Verbreitung:

Die Heimat der Chillies ist das tropische Mittel- und Südamerika, wo sie heute in großen Mengen gezogen werden.  Aber auch in den südlichen USA, in Nigeria, Uganda, Tansania, Äthiopien, in der Türkei sowie in Indien, Thailand und in Japan werden Chillies angebaut.

Anbau und Gewinnung:

Die Pflanze eignet sich gut für den Großanbau auf Feldern, obwohl die Ernte manuell erfolgen muß, da die einzelnen Fruchte zu unterschiedlicher Zeit zur Vollreife kommen. Die gepflückten Früchte werden getrocknet und kommen ganz, grob zerstoßen oder gemahlen in den Handel.

Das Gewürz und seine Verwendung:

Alle Chillies-Sorten schmecken brennend scharf, manche sogar überaus scharf. Der Geruch ist charakteristisch, und schon winzige Partikel reizen nach dem Einatmen zum Niesen. In der Küche wird Chillies ganz, zerstoßen oder gemahlen hauptsächlich für feurig scharfe Fleischgerichte verwendet.  Auch zum Würzen von Eingemachtem oder zur Bereitung verschiedener Pickles sind sie geeignet. Viele Gewürzmischungen wie z. B. das Chilly-Pulver enthalten gemahlene Chillies ebenso wie manche Curry-Sorten und Wurstgewürzmischungen.

Geschichtliches:

Mit der Entdeckung der Neuen Welt kamen die Chillies zusammen mit dem Paprika nach Europa. Die Spanier sorgten mit der Verbreitung ihres feurigen "spanischen Pfeffers" zusammen mit den Portugiesen für den heute weltweiten Anbau der zahlreichen Chillies-Arten.