Beifuß

Artesmisia vulgares L.

Die Pflanze:

Die krautige, stark verzweigte Beifuß-Staude ist eng mit dem Wermut und der Eberraute verwandt und wird über 1,50 m hoch. Die kantigen Stiele sind mehr oder weniger flaumig behaart und tragen fiederlappige und einfach fiederteilige Laubblätter. An der dunkelgrünen Oberseite sind sie manchmal etwas behaart, meistens jedoch kahl; an der Unterseite hingegen weißfilzig.


Heimat und Verbreitung:

Der Beifuß stammt vermutlich aus Asien, ist aber seit langem in mehreren Formen auf der ganzen nördlichen Halbkugel verbreitet. Man findet ihn wildwachsend auf mageren Böden in fast ganz Europa und Asien ebenso wie von Alaska bis nach Mexiko.

Anbau und Gewinnung:

Kurz vor der Blüte (voll erblühte Pflanzen schmecken stark bitter und sind nicht verwendbar) pflückt man von den überall wildwachsenden Beifuß-Stauden die Zweigspitzen mit den Blütenkörbchen und den oberen Blättern, die hängend getrocknet werden. Ein größerer Anbau erfolgt nur in den Balkanländern.

Das Gewürz und seine Verwendung:

Das frische oder getrocknete Kraut duftet angenehm aromatisch und schmeckt kühlend-würzig und etwas bitter. Es ist vorzüglich geeignet, um fette Speisen wie Schweine- oder Gänsebraten bekömmlicher zu machen. Außerdem kann man mit Beifußblättern manche Fischgerichte, Suppen, Soßen und Salate wirkungsvoll verfeinern.

Geschichtliches:

Beifuß ist seit uralter Zeit als Würz- und Heilpflanze bekannt. Es gilt als "das Älteste der Kräuter" und wurde im angelsächsischen "Kräutersegen" an erster Stelle genannt.