Basilikum

Ocimum basilicum L.

Die Pflanze:

Auf vierkantigen, markigen oder hohlen Stengeln erhebt sich die einjährige Basilikumpflanze etwa 30-50 cm hoch. Das buschig verzweigte Kraut trägt eine Vielzahl gestielter, länglich-eiförmiger, zugespitzter Blätter, die 30-50 mm lang, 20-30 mm breit und oft nur undeutlich gekerbt sind. An den Zweigenden stehen zur Blütezeit, meist zu sechst zusammengefasst, kleine weiße Blüten in Scheinquirlen übereinander. Basilikum gibt es in mehreren Unterarten, die sich überwiegend durch die Form der Laubblätter unterscheiden lassen.


Heimat und Verbreitung:

Die eigentliche Heimat dürfte Indien sein. Heute wird Basilikum in allen tropischen und subtropischen und zum größten Teil auch in den gemäßigten Klimaten angebaut. Größere Kulturen gibt es vor allem in Marokko, Spanien, Südfrankreich, Ungarn und Indonesien.

Anbau und Gewinnung:

Wo Basilikum in Feldwirtschaft angebaut wird, kann die Ernte maschinell erfolgen, doch wird die schonendere manuelle Ernte vorgezogen. Da der Gehalt an würzenden ätherischen Ölen während der Blüte und später noch einmal während der Reifezeit am höchsten ist, wird Basilikum zu diesen Zeiten geschnitten. Es wird gebündelt und getrocknet, kommt aber meistens gerebelt (d. h.: die Blätter sind von den Zweigen abgestreift) in den Handel. Wie viele andere Gewürze auch muß man Basilikum luftdicht und lichtgeschützt aufbewahren.

Das Gewürz und seine Verwendung:

Frisches oder getrocknetes Basilikum duftet angenehm aromatisch und schmeckt scharf und frischwürzig. Während vor allem in der südeuropäischen Küche die frischgepflückten Blätter Verwendung finden, bevorzugt man in anderen Gegenden die getrocknete Ware. Basilikum ist für die richtige Würzung vieler Gerichte unentbehrlich. Suppen, Soßen, Salate, Fleisch- und Fischgerichte und Gemüsespeisen kann man mit ein wenig Basilikum harmonisch abrunden. Einmachgewürze gewinnen durch Basilikum ebenso wie manche Wurstgewürzmischungen.

Geschichtliches:

In Indien wurde Basilikum bereits im Altertum kultiviert. Von dort aus breitete sich die frostempfindliche Pflanze im südlichen Asien aus, drang über Ägypten in die europäischen Länder um das Mittelmeer vor und gelangte in das westliche Nordafrika. Mit den Spaniern wurde Basilikum schließlich auch nach Mittelamerika gebracht. In Deutschland ist das würzige Kraut seit dem 16, Jahrhundert sowohl als Gewürz- wie auch als Heilpflanze bekannt.